Argumentarium zur Gemeindeabstimmung vom 9. Februar 2020

Grundsätzlich können die Grünen Muri-Gümligen allen zur Abstimmung stehenden Punkten zustimmen. Entsprechend empfehlen wir das Paket zur Annahme.

Es ist kein Geheimnis, dass das Baureglement einige offene Punkte beinhaltet, die nicht mehr zeitgemäss sind. Diese werden mit den vorliegenden Änderungen teilweise behoben. Dass beispielsweise die Grünflächenziffern nach unten angepasst werden, ist im Sinne einer verdichteten Bauweise nach innen absolut vertretbar, da zumeist viele Gärten aus der Sicht der Biodiversität gerade zu Einöden sind.

Für uns ist aber klar, dass mit einer verdichteten Bauweise nach innen die noch vorhandenen Ausgleichsflächen umso mehr geschützt und gepflegt werden müssen. In diesem Zusammenhang hätten wir uns gewünscht, dass die Gemeinde mehr Massnahmen gegen Neophyten vorsieht. Auch wenn wir sehen, dass es sich hierbei um ein nationales Problem handelt, so fehlt es weiterhin an konkreten Handhabungen, wie invasiven Arten und dem von ihnen angerichteten Schaden in der Natur entgegengehalten werden soll.

Des Weiteren sind wir der Meinung, dass über kurz oder lang höhere und intensiver genutzten Bauten (sprich: Zulassung von mehr Wohnungen auf gleicher Fläche) in Betracht gezogen werden müssen. Uns ist klar, dass das nicht in jedem Quartier zielführend ist, aber gerade in den Gebieten, in denen es die Bausubstanz zulässt, wäre dies im Sinne einer Verdichtung und schonenden Bodenpolitik angebracht. Hierbei müssten auch die Grenzabstände einmal genauer betrachtet werden.

Die Grünen setzen sich auch weiterhin für einen sorgfälltigen, nachhaltigen und naturverträglichen Umgang mit den Bodenressourcen ein.

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